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Donnerstag, 26. Mai 2016

Gewalt um der Gewalt willen: Von der Geoff-Johnsifizierung des DC Cinematic Universes

Seit seinem Erscheinen hat der Film Batman Vs. Superman: Dawn Of Justice viel Kritik einstecken müssen – sowohl auf Fanseite als auch an der Kinokasse. Der Film hat zwar (Stand: Mitte Mai 2016) 874 Mio. USD eingespielt , aber in den heutigen Kinozeiten ist diese für Normalsterbliche immens hohe Zahl keine Marke mehr: Zum Einen, weil der Film genauso viel gekostet haben dürfte, also gerade mal die schwarze Null erreicht hat, zum Anderen, weil DC insgeheim wohl auf die sagenhaften 1,5 Milliarden geschielt hat, die Marvel mit „Avengers“ eingefahren hat.

Nun könnte man ganze Aufsätze über die Probleme des Filmes schreiben – der verzweifelte Versuch, mit nur einem Film ein Universum zu etablieren, der sogar den Titel des Filmes zu einem unübersichtlichem Konglomerat bedeutungsschwerer Namen macht, sei hier an der erster Stelle genannt, aber darüber hinaus gibt es noch unzählige Baustellen – allerdings soll es in diesem Essay um etwas ganz anderes gehen: Nämlich den Ansatz, den Regisseur Zack Snyder und Autor David S. Goyer verfolgen und wo er in der Comicwelt seinen Ursprung hat.

Sonntag, 8. Juli 2012

Comics. Der Versuch einer Definition.

von Denis Hundhausen

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Vorweg muss gesagt werden, dass es noch immer keine einheitliche, unstrittige Definition dazu gibt, was ein Comic ist[1]. Sicher ist soviel: Der Begriff „Comic“ als Mediumsbezeichnung stammt aus dem Amerikanischen und hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg auch in Europa verbreitet[2]. Dabei handelt es sich bei „Comic“ zunächst um „einen unscharfen Sammelbegriff für moderne Bildgeschichten“[3]. Seinen Ursprung hat der moderne Comic bereits in den 1890ern[4], massenwirksam verbreitet wurde er in den 1920ern in Form sog. „Comic Strips“ in us-amerikanischen Tageszeitungen[5]. Demgegenüber zu differenzieren sind „Comic Books“ (dt. Comic-Hefte), die eigenständig publiziert eine Handlung über mehrere Seiten erstrecken. Durch dieses neue Format, welches Mitte der 1930er entwickelt wurde, entstand bald eine eigene Comic-Sprache in Bezug auf die Anordnung der Panels (dt. Einzelbilder[6]), Layout der Seite, Dynamik, Lesefluss etc.[7]

Donnerstag, 5. Juli 2012

Probleme der Comicforschung I: Wissenschaftliche Werkzeuge

Probleme der Comicforschung I: Wissenschaftliche Werkzeuge
von Denis Hundhausen

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Einleitung

Will man sich wissenschaftlich mit Comics befassen, so muss man natürlich auch das wissenschaftliche Handwerkszeug auf diese Disziplin anwenden. Auch bei der Besprechung von einem oder Referenz auf ein Comic müssen basale Dinge wie Fußnoten, Quellenangabe und dergleichen mehr angegeben werden.
Allerdings merkt man, wenn man sich etwas in die Materie vertieft, dass dieses Handwerkszeug eben in Bezug auf klassische Bücher entstanden ist (egal ob Monographien, Lexika oder dergleichen mehr). Daher muss man, will man diesen modus operandi auf die Comicforschung anwenden, sich im Klaren sein, dass er in Grenzbereichen des Comics nur unzureichend funktionieren kann. 
Im Folgenden möchte ich einige der Probleme schildern und Lösungen vorschlagen.


Freitag, 29. Juni 2012

Imitation als Reminiszenz

Imitation als Reminiszenz
von Denis Hundhausen

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The english version can be found here.


Einleitung

Dass Comiczeichner sich gerne vor Größen ihres Genres verbeugen, ist keine Neuheit. Oftmals finden sich Bildzitate zu berühmten Covern, Artwork oder Szenen in oder auf neuzeitlichen Comic-Panels oder -Covern[1].
In den letzten Jahren war allerdings ein besonderes Phänomen zu beobachten: Rückblenden innerhalb einer Comicgeschichte wurden durch Stil-Imitationen zeitlich verortet. Dies ist wie folgt zu verstehen: Jeder Comic-Zeichner hat einen Stil, manche davon haben eine ganze Ära geprägt oder stehen zumindest sinnbildlich für diese (Beispiele nachfolgend). Will der heutige Comiczeichner also klar machen, dass eine Rückblende in einer bestimmten Ära spielt, kann er dies erreichen, indem er den Stil des diese Ära prägenden Zeichners imitiert.
Wie dies genau aussieht und ob dies nur auf zeichnerischer Ebene stattfindet, oder auch auf Ebene des Autors, werde ich im Folgenden versuchen anhand des Comics Stormwatch #5[2] versuchen zu erörtern.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Montage I

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Montage I:
Montagetechniken im Comic als ästhetisches Gestaltungsprinzip
Ein Anriss
I. Einleitung
In seinem Aufsatz „Fumetti – Der Comic schwebt zwischen den Extremen“[1] geht Andreas Platthaus auf die Besonderheiten des Medium „Comics“ in ihrem ästhetischen Gestaltungsprinzip ein. Dabei legt er seinen Fokus auf drei französische Comic-Bände, die über eine spezielle Montagetechnik eine ganz eigene Ästhetik entfalten und versucht an ihnen exemplarisch die Eigenarten des Mediums in seiner Gestaltungsfreiheit herauszuarbeiten. Dieser Erklärungsgang soll im Folgenden kurz skizziert werden. Anschließend wird noch auf eine weitere Montagetechnik, die Platthaus nicht thematisiert, eingegangen, welche an dieser Stelle mangels eines Fachtermini „Bild-Objekt-Montage“ genannt werden soll.