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Donnerstag, 26. Mai 2016
Sonntag, 8. Juli 2012
Comics. Der Versuch einer Definition.
von Denis Hundhausen
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Vorweg muss gesagt werden, dass es noch immer keine
einheitliche, unstrittige Definition dazu gibt, was ein Comic ist[1]. Sicher ist soviel: Der Begriff „Comic“
als Mediumsbezeichnung stammt aus dem Amerikanischen und hat sich seit dem
Zweiten Weltkrieg auch in Europa verbreitet[2]. Dabei handelt es sich bei „Comic“
zunächst um „einen unscharfen Sammelbegriff für moderne Bildgeschichten“[3]. Seinen Ursprung hat der moderne Comic
bereits in den 1890ern[4], massenwirksam verbreitet wurde er in
den 1920ern in Form sog. „Comic Strips“ in us-amerikanischen Tageszeitungen[5]. Demgegenüber zu differenzieren sind
„Comic Books“ (dt. Comic-Hefte), die eigenständig publiziert eine Handlung über
mehrere Seiten erstrecken. Durch dieses neue Format, welches Mitte der 1930er
entwickelt wurde, entstand bald eine eigene Comic-Sprache in Bezug auf die
Anordnung der Panels (dt. Einzelbilder[6]), Layout der Seite, Dynamik, Lesefluss
etc.[7]
Donnerstag, 5. Juli 2012
Probleme der Comicforschung I: Wissenschaftliche Werkzeuge
Probleme der Comicforschung I: Wissenschaftliche Werkzeuge
von Denis Hundhausen
von Denis Hundhausen
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Einleitung
Will man sich wissenschaftlich
mit Comics befassen, so muss man natürlich auch das wissenschaftliche
Handwerkszeug auf diese Disziplin anwenden. Auch bei der Besprechung von einem
oder Referenz auf ein Comic müssen basale Dinge wie Fußnoten, Quellenangabe und
dergleichen mehr angegeben werden.
Allerdings merkt man, wenn man
sich etwas in die Materie vertieft, dass dieses Handwerkszeug eben in Bezug auf
klassische Bücher entstanden ist (egal ob Monographien, Lexika oder dergleichen
mehr). Daher muss man, will man diesen modus operandi auf die Comicforschung
anwenden, sich im Klaren sein, dass er in Grenzbereichen des Comics nur
unzureichend funktionieren kann.
Im Folgenden möchte ich einige
der Probleme schildern und Lösungen vorschlagen.
Freitag, 29. Juni 2012
Imitation als Reminiszenz
Imitation als Reminiszenz
von Denis Hundhausen
Einleitung
Dass Comiczeichner sich gerne vor Größen ihres Genres
verbeugen, ist keine Neuheit. Oftmals finden sich Bildzitate zu berühmten
Covern, Artwork oder Szenen in oder auf neuzeitlichen Comic-Panels oder -Covern[1].
In den letzten Jahren war allerdings ein besonderes Phänomen
zu beobachten: Rückblenden innerhalb einer Comicgeschichte wurden durch
Stil-Imitationen zeitlich verortet. Dies ist wie folgt zu verstehen: Jeder
Comic-Zeichner hat einen Stil, manche davon haben eine ganze Ära geprägt oder
stehen zumindest sinnbildlich für diese (Beispiele nachfolgend). Will der
heutige Comiczeichner also klar machen, dass eine Rückblende in einer
bestimmten Ära spielt, kann er dies erreichen, indem er den Stil des diese Ära
prägenden Zeichners imitiert.
Wie dies genau aussieht und ob dies nur auf zeichnerischer
Ebene stattfindet, oder auch auf Ebene des Autors, werde ich im Folgenden
versuchen anhand des Comics Stormwatch #5[2] versuchen
zu erörtern.
Donnerstag, 21. Juni 2012
Montage I
UNTEN STEHENDEN ARTIKEL ALS PDF DOWNLOADEN:
Montage I:
Montagetechniken im Comic als ästhetisches Gestaltungsprinzip
Ein Anriss
I. Einleitung
In seinem
Aufsatz „Fumetti – Der Comic schwebt
zwischen den Extremen“[1] geht
Andreas Platthaus auf die Besonderheiten des Medium „Comics“ in ihrem
ästhetischen Gestaltungsprinzip ein. Dabei legt er seinen Fokus auf drei
französische Comic-Bände, die über eine spezielle Montagetechnik eine ganz
eigene Ästhetik entfalten und versucht an ihnen exemplarisch die Eigenarten des
Mediums in seiner Gestaltungsfreiheit herauszuarbeiten. Dieser Erklärungsgang
soll im Folgenden kurz skizziert werden. Anschließend wird noch auf eine
weitere Montagetechnik, die Platthaus nicht thematisiert, eingegangen, welche
an dieser Stelle mangels eines Fachtermini „Bild-Objekt-Montage“ genannt werden
soll.
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